Eröffnung
Der Titel beruht auf einem Wortspiel:
Ouverture = Ober-Türe = Grosses Tor = Porta Maggiore
(eines der Stadttore von Rom)
Das Werk erzählt auf der symbolischen
Ebene von der Oeffnung des grossen Tores bei einem neuen Erlebnis.
Ausgangspunkt ist der Hauch, der Atem, die Stille. Sie birgt
einen Keim, das Thema, den Schlüssel zur Oeffnung des Tores.
Das Thema wächst, wandelt sich, wird kontrastiert, wiederholt
sich, so wie Mut wächst. Und dann : Man denkt man hätte
es schon geöffnet, man wäre schon durch (Streicher)
doch eine Illusion . Abbruch. Was nun ?
Da ertönt eine Quelle (Rückbindung,
Volkslied)
Aus ihr schöpft man neuen Mut und Kraft. Plötzlich
bricht das Thema kräftig und breit aus der Quell-melodie
hervor. Nun, mit dieser Quellkraft kann das grosse Tor geöffnet
werden. Das Neue soll hereinkommen. Schritt für Schritt
bis am Höhepunkt der Spannung die Flügel offen sind.
Ist das Tor geöffnet, ist die Aufgabe des Tores erfüllt.
Das Werk findet sein abruptes Ende. Mehr als öffnen kann
sich ein Tor nicht. Denn nun kommt das Neue, was hinter dem
Tor ist!
Nur noch ein leiser Nachhall gemischt
aus Erinnerung und etwas Unbehagen vor dem unbekannten Neuen
bleibt. Etwas feines, unsichtbares hat sich jedoch dazu gemischt
: Ein kleinwenig Verklärung bringt die Oeffnung eines jeden
neuen Tores mit sich.